Ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier und dem Verein "Igelschutzinitiative e.V."

Gern gesehene Untermieter in der Igelstation: Mauersegler-Nisthilfen ziehen um

Feuerwehrauto
Unser guter Draht zur örtlichen Feuerwehr löste umgehend das Problem. Foto: © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
Die Jungfeuerwehr im Einsatz mit der Drehleiter
Die Jungfeuerwehr im Einsatz mit der Drehleiter. Foto: © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
Montage der Nistkästen
Hier werden die Nistkästen montiert. Foto: © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
Spatzen- und Starennistmaterial
Bei dieser Gelegenheit nahmen wir gleich eine Reinigung der Nistkästen vor und entfernten das alte Spatzen- und Starennistmaterial. Foto: © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
 
 

Seit der Eröffnung der Einrichtung „aktion tier Igelzentrum Niedersachsen“ im September 2013 verfügt das Haus mit der Nachbarhaushälfte über unglaublich viele Nistmöglichkeiten, auch für gefiederte Untermieter. In früherer Zeit hatten regelmäßig Mauersegler (diese werden häufig verwechselt mit Schwalben) den Dachboden des 1930 erbauten Hauses zum Nisten genutzt, dort gefundene Nistutensilien bestätigten dieses. Als in den 80er Jahren das Dach im Rahmen von Renovierungsarbeiten durch den damaligen Eigentümer gedichtet und damit für die Vogelwelt verschlossen wurde, haben immer wieder die im Mai aus dem Süden zurückkehrenden Mauersegler vergeblich versucht, in ihre gewohnte Niststätte zu gelangen. Diese Beobachtung machte ein Naturfreund aus der Nachbarschaft, der uns als neuen Nutzer des Gebäudes bat, Nistkästen für Mauersegler anzubringen. Das ist 2013 auch geschehen, damals hat auch die örtliche Feuerwehr in fast 9 m Höhe unser Vorhaben unterstützt.

Anfang 2016 hat es sich ergeben, dass die Doppelhaushälfte veräußert wurde. Unser neuer Nachbar hatte den April 2016 als Sanierungsmonat für die Außenfassade vorgesehen und die Möglichkeit der Verschiebung des Vorhabens völlig ausgeschlossen. Inzwischen war es Anfang März, und die Stare waren schon auf Wohnungssuche und peilten immer wieder die Mauerseglerkästen an. Wir befürchteten das unversorgte Zurücklassen der im April/ Mai geschlüpften Küken, sobald nur das Gerüst aufgestellt wird. Unser guter Draht zur örtlichen Feuerwehr löste umgehend das Problem. Schon eine Woche später wurde der erforderliche Umzug der Nistkästen im Rahmen eines Feuerwehreinsatzes vollzogen und bei der Gelegenheit gleich eine Reinigung der Nistkästen vorgenommen. Einige Tage später folgte ein weiterer Einsatz für das Anbringen von speziellen, neuen Mauerseglernistkästen – Stare wie Mauersegler nisten gern in Nachbarschaft nah beieinander und müssen sich nun nicht um knappen Wohnraum streiten.