Erster Igel nach der Sommerpause aufgenommen

Noch vor Ende unserer Sommerpause ist gestern der erste Igel bei uns aufgenommen worden und markiert für uns nun sozusagen den "Startschuss" in die neue Igelsaison. "Peterle", wie wir ihn getauft haben, wurde verlassen aufgefunden.

Er ist er noch viel zu klein, um es alleine zu schaffen, deswegen versorgen wir ihn nun im aktion tier Igelzentrum. Peterle wiegt 105 Gramm und zeigt sich zunehmend agil und lebendig. Er frisst schon selbstständig und wird aktuell gegen innere Parasiten behandelt. Wenn er so weiter macht wie bisher, wird er wohl schnell groß und stark genug für eine Auswilderung sein.

Auch wenn in diesem Fall die Entscheidung richtig war, so brauchen die wenigsten Igel menschliche Hilfe. Prüfen Sie daher bitte genau, ob der Igel tatsächlich hilfebedürftig ist, bevor Sie ihn mitnehmen! Beobachten Sie das Tier. Hilfebedürftig sind

  • Verletzte und offensichtlich kranke Igel
  • Von Maden befallende, torkelnde oder apathische Igel
  • Mutterlose Igelsäuglinge mit geschlossenen Augen, die sich tagsüber außerhalb des Nestes befinden
  • Untergewichtige Igel (Jungtiere Anfang November: deutlich unter 500 g, Alttiere Anfang November: deutlich unter 1000 g)
  • Alle Igel, die bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen

Das Einsammeln gesunder Igel ist

  • unnötiger Stress für das Tier
  • unnötige Arbeit für die beteiligten Personen (Igeltstation, Tierarzt, Finder...)
  • gesetzlich verboten! Das Naturschutzgesetz erlaubt nur die Aufnahme und Pflege kranker, verletzter und hilfloser Igel. Es ist gesetzlich verboten, sie der Natur zu entnehmen, außer wenn sie hilfsbedürftig sind. Und auch diese Tiere müssen nach der Genesung unverzüglich wieder in die Freiheit entlassen werden.