Ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier und dem Verein "Igelschutzinitiative e.V."

aktion tier Igelzentrum Niedersachsen - im Einsatz für Igel in Not

Manche Igel brauchen unsere Hilfe. Das Leben zusammen mit dem Menschen birgt viele Gefahren für die stacheligen Säugetiere! Die zunehmende Urbanisation lässt seinen natürlichen Lebensraum schrumpfen, und wo er noch solchen findet, bergen Rasenmäher oder der Straßenverkehr weitere Gefahren.

Das aktion tier Igelschutzzentrum in Laatzen (Niedersachsen) kümmert sich um verletzte und kranke Igel. Neben der Hilfe für Igel in Not informieren wir umfangreich über das beliebte Stacheltier und geben Hinweise, wie jedermann einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieses nützlichen Wildtieres leisten kann.


September/ Oktober 2016. Ab Mitte August ist das Team im aktion tier Igelzentrum Niedersachsen „von Kopf bis Fuß“ auf Igelwaisen eingestellt. Prompt und pünktlich kamen mehrere Igel-Würfe mit relativ kleinen Igeln schon am 13.8. zu uns. Nun, Ende September, nähern wir uns schon der „Nummer 200“. All unsere „Unglücksraben“ genießen ihre Ersatznester mit stets frischer Wärmflasche unter dicken Handtüchern.

Neben den stacheligen Gästen haben sich auch schon zahlreiche Besuchergruppen, meistens Grundschulklassen, aber auch Erwachsenengruppen im aktion tier Igelzentrum angemeldet, um mehr über das stachelige Säugetier zu erfahren und sich die Igelstation anzuschauen.

Fast alle Alttier-Igelweibchen dürften derzeit noch mit dem Nachwuchs beschäftigt sein, in Niedersachsen kommen die meisten Igel im August/September zur Welt. Die durchschnittlich 5-7 Jungen bleiben solange im Nest, bis sie selbständig überlebensfähig sind und ein Gewicht von 200-250 g haben -meistens ist dies Mitte September der Fall. Dann sieht man schon mal einen ganzen Wurf kleiner Igel durch den Garten huschen, die erst lernen müssen, als nachtaktive Wildtiere erst bei Einbruch der Dunkelheit ihre neue Welt zu entdecken.

Die Igelmutter braucht für das Aufziehen ihrer Kleinen unbedingt Ruhe! Fast jede Störung führt dazu, dass entweder die Jungen nicht mehr versorgt werden oder dass die Igelmutter mit dem Nachwuchs in Panik umzieht. Das ist gefährlich und fordert immer Opfer. Fast 100 Igelwaisen (Leichtgewichte von 20 bis 81g) sind wegen solcher Störungen in der Obhut des aktion tier Igelzentrums.

Ein Vermeiden ist möglich, wenn Gartenarbeiten mit Vorsicht und Augenmaß erledigt werden: Liebe Gartenbesitzer, bitte schneidet nicht unbedacht Büsche und Sträucher! Auch gelagerte Strohballen sollten mit Bedacht entfernt werden. Tipps zum Igelschutz im Garten finden Sie hier.